Martina Rust, Präsidentin des Roten Kreuzes in der Region Hannover, moderierte das Thema in ihrer Begrüßung an als eines, „das uns alle bewegt. Künstliche Intelligenz verändert unser Zusammenleben.“ Bei aller Innovation bleibe die Haltung des Roten Kreuzes aber klar: „Technologie darf niemals den Menschen in den Hintergrund drängen.“
Rednerin bei der vierten Auflage des Heringsessens war Sabrina Glitz von der hannoverschen Agentur RLVNT.AI. Sie ging auf die „großen Ängste, die gerade mit KI verbunden sind“ ein, versuchte aber aufzuzeigen, dass KI nicht die große Bedrohung sei, sondern sie Raum für Miteinander und Gemeinschaft schaffen könne. Sie schloss mit den Thesen: „Der Mensch muss Chef bleiben. Von KI profitieren die, die sie klug nutzen. Und: KI wird das verstärken, was wir sind.“ Glitz spannte den Bogen zum Heringsessen: Dieses schaffe Verbindungen – und genau darum gehe es auch bei KI: „Sie kann uns etwas abnehmen, damit uns mehr Zeit für Menschlichkeit bleibt.“
KI kann Pflegekräften Zeit verschaffen
Anton Verschaeren, Vorstandsvorsitzender des Roten Kreuzes in der Region Hannover, nannte als Beispiel dafür, das bereits in der Praxis erprobt wird, den Einsatz von sozialen Robotern in der Pflege. Diese könnten mindestens teilweise die Interaktion mit den Kundinnen und Kunden übernehmen, sodass den Pflegekräften mehr Zeit für die wichtigen medizinischen Aufgaben bleibe.
Im Anschluss bot das Netzwerktreffen am Aschermittwoch neben dem namensgebenden kulinarischen Genuss erneut eine hervorragende Gelegenheit zum Austausch. Knapp 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Stadt- und Kommunalverwaltung, Banken und Wirtschaft sowie den Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen waren der Einladung des Roten Kreuzes in der Region Hannover gefolgt, um im Restaurant „Die Insel“ in entspannter Atmosphäre gute Gespräche zu führen und Kontakte zu knüpfen oder zu intensivieren.
