DRK-Region Hannover e.V.

„Wie verschickte ich Bilder auf WhatsApp?“ Schulsanitäter helfen Senioren mit Tablet und Smartphone

Einige der Senioren hatten Zettel mit speziellen Fragen dabei, anderen ging es um grundlegende Funktionen: Der Andrang beim Internetcafé des DRK-Ortsvereins Hannover-Süd war Ende Januar groß. Bei Kaffee und Kuchen erklärten ihnen Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule ihre Smartphones und Tablets.

Rolf Henkel, 1. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, begrüßte die Schülergruppe und die mehr als 20 Besucher und lobte das Engagement der Jugendlichen. Gemeldet hatten sich für die Hilfe beim Internetcafé sechs Mitglieder des Schulsanitätsdienstes. „Die Idee kam von den Schulsanitätern selbst“, erklärt Lehrerin Verena Pommeranz, die an der Wilhelm-Raabe-Schule für den Schulsanitätsdienst zuständig ist. Während die Schüler im Schulalltag für die Sicherheit ihrer Mitschüler sorgen, waren sie im Internetcafé nun Ansprechpartner für die Senioren. „Für meine Oma und meinen Opa habe ich auch schon ihre Handys, den Computer und den Fernseher eingerichtet“, erklärt Bennet (13), der im Umgang mit Handy und Co. aufgewachsen ist. Digital Natives nennt man das. „Für uns sind viele Dinge selbstverständlich, wir machen Tastenkombinationen, ohne darüber nachzudenken“, lacht der Schüler. Seine Großeltern hätten besonders viele Fragen zu WhatsApp und E-Mails gehabt.

Dazu hat auch Dieter Oehne Fragen. Genauer gesagt geht es ihm darum, wie man Bilder über den Messenger verschickt. Langsam und Schritt für Schritt erklären ihm die Schüler das Vorgehen. Eine andere Gruppe schreibt einzelne Begriffe auf Karten und zeigt so die Aktionen auf. „Ich hab selber ein Smartphone und genaue Fragen mitgebracht“, so der Oehne. Als nächstes möchte er von den Jugendlichen wissen, wie er Apps auf der SD-Karte und nicht auf dem Gerät speichert. Da müssen auch die Jugendlichen erstmal überlegen, denn sonst machen sie das intuitiv. „Es ist schön zu sehen, wie die Schüler und Senioren sich gemeinsam über die Technik beugen und Probleme lösen“ resümieren Pommeranz und Henkel. Als Dank für ihre Hilfe bekamen die Schulsanitäter von Henkel eine kleine Sanitätstasche, die sie besonders auf Ausflügen gut verwenden können.

Die Themen des Internetcafés ergeben sich immer aus den Anregungen der Teilnehmer. Das nächste Treffen zum Thema „Wie schütze ich meine persönlichen Daten“ ist am Donnerstag, 16. Mai, um 16.30 Uhr in der Hilde-Schneider-Allee 6. Es referiert Datenschutz-Experte Michael Schöpf. Die Teilnahme kostet fünf Euro, Kuchen und Getränke sind im Preis inbegriffen. Wer Interesse an der Teilnahme am Internetcafé des DRK-Ortsvereins hat, kann sich bei Henkel unter Telefon 05031 971561 oder per E-Mail an henkel31515@aol.com anmelden.

Hintergrundinfos:
Seit mehr als 25 Jahren gründen sich in den Schulen der Region Hannover Schulsanitätsdienste: Freiwillige Schüler engagieren sich für die Völkerverständigung, für den Dienst an der Gesundheit und den Dienst am Nächsten. Neben den täglichen Bereitschaftszeiten der Schulsanitäter in der Schule – während des Unterrichtes und in den Pausen – übernimmt der Schulsanitätsdienst (SSD) bei Veranstaltungen der Schule die sanitätsdienstliche Erstversorgung in konkreten Fällen.
Diese hohe Verantwortung kann natürlich nur nach entsprechender Ausbildung professionell geleistet werden, die durch das Deutsche Rote Kreuz ermöglicht werden. Unterstützt werden die Schulsanitäter der Wilhelm-Raabe-Schule durch den DRK-Ortsverein Hannover-Süd sowie fachlich durch das Jugendrotkreuz des DRK-Region Hannover e.V.