Basale Stimulation: DRK
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Basale Stimulation

Die Methode wurde ursprünglich zur Früh- und Wahrnehmungsförderung bei körperlich und geistig schwer behinderten Kindern entwickelt. Sie geht davon aus, dass Menschen sich nur denn weiterentwickeln, wenn sie sich selbst und ihr Umfeld mit ihren eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten erfahren können. Diese Wahrnehmungsmöglichkeiten sind in der Embryonalentwicklung stufenweise angelegt worden und umfassen zunächst

  • die Fähigkeit zur ganzkörperlichen Wahrnehmung
  • die Fähigkeit zur Wahrnehmung vestibulärer Reize (Orientierung über die Lage im Raum)
  • die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Vibrationsreizen
  • weitere Wahrnehmungsmöglichkeiten entwickeln sich im audiorhythmischen (gehörte Rhythmen), olfaktorischen (Geruch), autitiven (Gehör), taktil-haptischen (Berühungsreize) und visuellen (Sehen) Bereich.

Anfang der achtziger Jahre wurde von C. Bienstein auf diesen Grundlagen ein Konzept der Basalen Stimulation in der Pflege erarbeitet. Die basale Stimulation greift auf die oben beschriebenen Grunderfahrungen der Menschen zurück und nutzt diese zur Förderung wahrnehmungsbeeinträchtigter Patienten.

Von der Methode profitieren wahrnehmungsbeeinträchtigte Patienten, zum Beispiel Menschen mit Alzheimer, postoperativer Verwirrung oder Koma-Zuständen. Ziele sind

  • Entspannung (zum Beispiel durch Wärme, Musik oder Berührung)
  • Aufbau eines eigenen, neuen Körperschemas (zum Beispiel durch Ganzkörpermassagen)
  • Verbesserter Muskeltonus
  • Verbesserte Bewegungs- und Gleichgewichtskoordination
  • Sicherheit geben und Angst nehmen
  • Körperlich, geistig und seelisch reaktivieren
  • Neugierde wecken

Quelle: Maletzki, W. und Stegmayer, A.: Klinikleitfaden, 2. Auflage, 1996, Lübeck Stuttgart Jena Ulm