15 Jahre Schulsanitätsdienst an der IGS Roderbruch
Die IGS Roderbruch in Hannover feiert in diesem Jahr 15-jähriges Jubiläum des Schulsanitätsdienstes.
Die Idee hierfür hatte 1995 eine Gruppe von Schülern, die sich im Jugendrotkreuz engagierten und von einer Lehrerin der IGS unterstützt wurden. Sie waren das erste Einsatzteam und bildeten weitere Schüler zu Schulsanitätern aus. Seit 2000 leitet Rutger Schoel den Schulsanitätsdienst an der IGS.
Insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler der IGS-Roderbruch sind heute täglich, während der Unterrichtszeit und auf Schulveranstaltungen, bei Notfällen einsatzbereit.
Neben kleinen Wunden gibt es im Schulalltag auch größere Verletzungen, wie eine Gehirnerschütterung oder ein ausgerenktes Bein. Ein unterzuckerter Schüler, der nicht mehr ansprechbar war, ist nicht alltäglich, aber auch auf eine solche Situation sind die Schulsanitäter vorbereitet. Einige von ihnen sind hochqualifiziert und haben eine Sanitätsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Neben den grundlegenden Kenntnissen aus der Ersten Hilfe sind diese Schüler berechtigt, eine Infusion oder Injektion vorzubereiten und das Sauerstoff-Behandlungsgerät einzusetzen.
„Drei Mal in der Woche werden wir auf jeden Fall gerufen, manchmal sogar drei Mal am Tag“, sagt Schoel und betont: „Die Schüler nehmen ihre Aufgabe sehr ernst und handeln jedes Mal beispielhaft. Für die Lehrer vor Ort sind die Sanitäter eine große Entlastung.“ Aber auch die Lehrer bekommen eine Auffrischung in Sachen Erste Hilfe, damit sie bis zum Eintreffen der Schulsanitäter erste Vorbereitungen treffen können. „Eine ganz wichtige Rolle im Schulsanitätsdienst spielt Karen. Sie arbeitet bei uns im Sekretariat und ruft die Schulsanitäter bei einem Notfall über die Sprechanlage aus“, so Schoel. Denn nicht nur in den Pausen, sondern auch im Unterricht passieren Unfälle.
Nachwuchsprobleme im Schulsanitätsdienst gibt es nicht. Ab dem sechsten Jahrgang bietet Schoel regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an, so dass die Schüler bis zum Eintritt in den Schulsanitätsdienst in der siebten Klasse die Grundlagen der Ersten Hilfe kennen. Auch die Schulsanitäter treffen sich einmal pro Woche, um den Ernstfall zu trainieren und um sich weiterzubilden. „Besonders toll ist es, wenn man ein positives Feedback von den Eltern der Verletzten und den Rettungssanitätern für die gute Arbeit bekommt“, sind sich die Schulsanitäter einig.

